Lehrplan 21. Das Wichtigste im Überblick

Viel ist gesprochen, geschrieben und gestritten worden über den Lehrplan 21. Trotzdem gibt es für viele Eltern noch mehrere Unklarheiten. Wann genau wird dieser eingeführt? Wo genau wird jener eingeführt? Und vor allem: Welche Neuerungen beinhaltet der Lehrplan 21? Gibt es neue Fächer? Und neue Schulbücher? Und gibt es allenfalls weitere Neuerungen, die das Schulleben der Schülerinnen und Schüler verändern?

Der Lehrplan 21, dies vorneweg gesagt, ist ein Projekt der Deutschschweizer Erziehungskonferenz. Mit diesem Projekt wird versucht, die Lehrpläne der Deutschschweizer Kantone bis spätestens im Schuljahr 2021/22 aneinander anzugleichen – es geht grundsätzlich darum, dass in den verschiedenen Kantonen der Deutschschweiz ab dem Jahr 2021 das Gleiche gelernt wird.

Einführung des Lehrplans 21

Viele Kantone haben den Lehrplan 21 im Schuljahr 2017/2018 eingeführt. Einige Kantone zogen im Schuljahr 2018/2019 nach. Wenige Kantone machte im Schuljahr 2019/2020 mit. Das primäre Ziel des Projektes war, dass der Lehrplan 21 – deshalb der Name – ab dem Jahre 2021 in sämtlichen Kantonen zu gelten habe. Dieses Ziel wird aller Voraussicht nach nicht erreicht werden: Der Föderalismus schlägt auch in schulischen Kontexten seine Blüten – gewisse Kantone werden sich verspäten.

Durch die Einführung des neuen Lehrplans, so viel ist sicher, wird sich mehreres ändern. Zwar bleiben etliche Fächer die gleichen. Auch bleiben etliche Schulbücher die gleichen. Und gewiss werden die Lehrpersonen nicht ausgetauscht. Davon kann keine Rede sein und so gesehen bleiben zentrale Dinge beim Alten. Dennoch aber können sich sowohl Eltern als auch Schülerinnen und Schüler auf eine Vielzahl von Veränderungen gleich auf mehreren Ebenen gefasst machen.

Veränderungen durch den Lehrplan 21

Die Veränderungen, welche mit dem Lehrplan 21 einhergehen, betreffen nicht nur, jedoch insbesondere drei Punkte. Neu gibt es 1) weniger «Fachbereiche» als bis anhin, 2) mehr «Extramodule» als bis anhin und zudem 3) eine stärkere Fokussierung auf «überfachliche Kompetenzen» als bis anhin.

  1. Veränderungen bei den Fachbereichen
    Im Unterschied zu früher gibt es nicht mehr rund ein Dutzend, sondern nur noch sechs «Fachbereiche». So gibt es in der obligatorischen Schulzeit die Fachbereiche «Mathe», «Sprachen», «Gestalten», «Musik», «Bewegung und Sport» sowie «Natur, Mensch und Gesellschaft».
  2. Veränderungen bei den Extramodulen
    Im Unterschied zu früher gibt es nicht mehr nur sehr selten, sondern überaus häufig gewisse «Extramodule». So gibt es im Verlauf der Schulzeit immer wieder einerseits Kurse zum Themenfeld «Medien und Informatik» und andererseits Veranstaltungen zum Themenfeld «Berufliche Orientierung».
  3. Veränderungen bei den Lernzielen
    Sowohl in den verschiedenen Fachbereichen als auch in den verschiedenen Extramodulen sollen vermehrt auch «Kompetenzen» beigebracht werden. Es sollen also nicht ausschliesslich Inhalte vermitteln werden. Es soll auch darum gehen, dass sich Schülerinnen und Schüler gewisse «Kompetenzen» für das spätere Berufsleben aneignen.

Weitere Veränderungen durch den Lehrplan 21 betreffen weniger das Fundament als vielmehr Einzelaspekte des Schulalltags. So sollen zum Beispiel unter der Leitidee «Nachhaltige Entwicklung» immer wieder einige jener Fragen diskutiert werden, welche heutzutage im Zentrum gesellschaftlicher Debatten stehen, so Fragen zur «Gleichstellung», zur «Umwelt» oder zur «Gesundheit».

Der Lehrplan 21: Lob und Kritik

Beim Lehrplan 21 ist es nicht anders als bei anderen, ebenfalls tiefgreifenden Veränderungen: Die eine Hälfte der Bevölkerung findet die Neuerungen wunderbar. Die andere Hälfte der Bevölkerung findet die Neuerung katastrophal. Ob durch die Änderung «bessere» oder «schlechter» Schülerinnen und Schüler, ob durch die Änderungen «klügere» oder «dümmere» Schülerinnen und Schüler entstehen – wird wohl die Zeit zeigen.

Gewiss ist, dass sich das Ziel der Deutschschweizer Schulbildung durch den Lehrplan 21 in eine bestimme Richtung bewegt hat. Mittlerweile steht neben der Stoffvermittlung auch die Kompetenzvermittlung im Zentrum der Schule. Schülerinnen und Schüler sollen weiterhin wissen, wie eine Rechnung berechnet, ein Aufsatz geschrieben und ein Wort ausgesprochen wird. Schülerinnen und Schüler sollen neuerdings aber zudem wissen, wie man Soziale Medien nützt, eine Webseite programmiert oder ein Bewerbungsgespräch führt.

Der kompetente Umgang mit Medien, der kundige Umgang mit Informatik oder Kenntnisse beim Schreiben von Bewerbungsbriefen sind im neuen Lehrplan genauso wichtig wie die Deklination von Pronomen, die Bildung von Zeitformen oder Kenntnisse von Regeln bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Die Leute hinter dem neuen Lehrplan wissen, dass Schule letztlich auf das Berufsleben vorbereiten muss – und setzen dieses Wissen im neuen Lehrplan um.

Schlaufux – angepasst an der Lehrplan 21

Eltern, welche ihre Kinder im Schulalltag unterstützen möchten, sollten mit dem Lehrplan 21 vertraut sein: Wichtig ist, die Kinder nicht beim Lernen von irgendwelchen Inhalten zu unterstützen, sondern beim Lernen von denjenigen Inhalten, welche laut dem Lehrplan 21 von Relevanz ist.

Die Lernwelt von Schlaufux, der Schweizer Online-Nachhilfe, ist exakt an die Vorgaben des Lehrplans 21 angepasst. Bei Schlaufux kann man sich demnach mit exakt jenen Inhalten auseinandersetzen, welche für die Schülerinnen und Schüler der Deutschschweiz von Wichtigkeit sind.

Mit ein paar Klicks erhält man zunächst einen Überblick, daraufhin einen Einblick in die Themen und schliesslich den Durchblick bei denjenigen Inhalten, Themen und Stoffgebiete, die gelernt werden müssen. Schlaufux kostenlos testen oder direkt abonnieren und vollen Zugang erhalten.